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Zecken bei Katzen: Gesundheitsgefahr und unvermeidliche Plage

Zecken sind besonders große Milben, die sich durch einen Biss an Säugetieren festsetzen. Katzen im Freigang können ebenso wie Menschen oder andere Säugetiere bei Temperaturen über plus sieben Grad Celsius betroffen sein. Der Biss ist überwiegend unproblematisch für die Vierbeiner. Aber in einigen Fällen droht eine Übertragung gefährlicher Erreger wie Borreliose oder Anaplasmose. Hier ist frühe und schonende Abhilfe wichtig für ein Eindämmen der Infektion.

So werden Zecken zur Plage für Katzen

Katzen im Freigang streifen durch das Gras, verstecken sich in Büschen, kurzum, sie sind während der Zeckensaison nahezu überall von einem Biss bedroht. Die befallenen Stellen sind für die Katzen selbst schwer erreichbar, so dass eine Selbsthilfe wie Abkratzen nicht möglich ist. Bevorzugt suchen sich Zecken dünne und warme Hautstellen wie Ohren, Kinn oder Nacken. Selten kann sich eine solche Stelle juckend entzünden und sogar eitern.

Häufiger verläuft ein Zeckenbefall bei Katzen aber zunächst unbemerkt. Denn nach ein bis zwei Wochen ist der Blutbedarf der Zecke gestillt. Sie fällt ab, oft, ohne vom Menschen bemerkt zu werden. Dennoch kann in dieser Zeit der Beginn erheblicher Erkrankungen liegen. Bei geschwächtem Immunsystem droht selten eine lähmende Zeckenparalyse mit Lebensgefahr.

Langfristig kann eine FSME ausbrechen, oder die schmerzenden Symptome einer Borreliose prägen sich aus. Wenn auch selten, so können diese und weitere Infekte letztendlich den Tod der Katze nach sich ziehen. Deshalb sollten die Tiere nach jedem Freigang gründlich auf einen Zeckenbefall untersucht werden (siehe hier).

Achtung: Bitte auf diese Entfernungsmethoden verzichten!

  • Abwarten statt handeln: Jede Stunde länger am Körper der Katze erhöht die Gefahr einer Übertragung von Erregern. Deshalb gilt sofortiger Handlungsbedarf beim Sichten einer oder mehrerer Zecken.
  • Hausmittel Öl: Die Zecke kann hier während ihres Erstickens nochmals extra Krankheitserreger in Richtung Blutbahn der Katze abscheiden und so trotz erfolgreicher Entfernung deren Gesundheit gefährden.
  • Hausmittel Nagellack oder Klebstoff: Grundsätzlich bergen beide Substanzen das gleiche Risiko wie Öl. Zusätzlich kann die Haut der Katze schmerzhaft und allergisch auf diese aggressive Methode reagieren.
  • Entfernte Zecken wegspülen: Häufig überleben Zecken diesen Versuch und sind somit bei bereits eingesaugtem Blut für bis zu fünf weitere Jahre ein Risiko für einen künftigen Befall anderer Tiere.
  • Entfernte Zecken zerquetschen: Dies sollte unbedingt ohne jeglichen Hautkontakt passieren. Denn auch dabei verbleibt ein Rest der Erreger in der Körperflüssigkeit und könnte beispielsweise über kleine Hautverletzungen der Finger noch übertragen werden.

Möglichkeiten zur schonenden und effizienten Entfernung

Vorbeugend schützt ein Zeckenband Katzen recht gut vor Zeckenbissen. Sprays zur Zeckenabwehr können auch als vorbeugender Schutz eingesetzt werden. Dennoch sollte die Katze nach dem Freigang gründlich auf Zecken untersucht werden. Festgebissene Zecken lassen sich gut mit einer Zeckenzange oder Pinzette greifen. Beim Herausziehen sollte aber keine Gewalt angewendet werden. Ist bereits eine Entzündung mit oder ohne Zecke aufgetreten, kann der rasche Gang zum Tierarzt Spätfolgen lindern oder verhindern.

Fazit

Zecken schaden Katzen nur in wenigen Fällen, dann aber lebensbedrohlich. Deshalb sollten die Tiere regelmäßig auf einen Befall untersucht werden. Statt fraglicher Hausmittel sind mechanische Entfernungsmethoden zugunsten der Katzengesundheit vorzuziehen.