Hundeversicherung gegen die Tücken im Alltag mit Haustier

Ein Hund begleitet seine Besitzer für mehrere Jahre durch alle Lebenslagen. Durch sorgsamen Umgang, die richtige Hundeerziehung und wohltuende Ernährung versucht der Mensch, seinem Hund gerecht zu werden. Doch der Alltag mit Haustier kann böse Überraschungen bergen, vor allem durch entstehende Sachschäden oder Erkrankungen. Durch ein passendes Versicherungspaket können sich Hundehalter gegen die damit verbundenen finanziellen Kosten schützen.

Hundehaftpflichtversicherung – Pflicht für jeden Hundehalter

Noch haben nicht alle Bundesländer die Haftpflichtversicherung für Hunde zur Pflicht erklärt. Aber auch ohne amtliche Anordnung sollte jeder Hundebesitzer gegen Fremdschäden versichert sein. Die Haftpflichtversicherung zahlt an geschädigte Dritte den Schaden, wenn der Hund diesen verursacht hat. Die Zahlung wird auch übernommen, wenn zum Schadenszeitpunkt andere Familienmitglieder mit dem Hund unterwegs waren.

Die Art möglicher Schäden kann unterschiedlich sein. Besonders häufig muss die Hundehaftpflicht bei Beißvorkommnissen oder Fahrzeugunfällen begleichend eingreifen. Doch auch ein beschädigter Zaun oder ein zerrissener Mantel kommen als Haftpflichtfälle in Frage. Dabei hat sich in den Beiträgen zur Hundehaftpflichtversicherung in den letzten Jahren einiges zum Besseren verändert.

So nahmen viele Versicherer während der Rassediskussionen um Kampfhunde und Beißstatistiken Hunde solcher Rassen nicht oder nur zu enorm teuren Haftpflichttarifen auf. Inzwischen wurden die Deckungssummen für alle Hunderassen höher. Die Beiträge erhöhen sich nicht stärker als im Durchschnitt für andere Versicherungsarten pro Anbieter.

Mit der Hundekrankenversicherung für ein Hundeleben vorsorgen

Jeder Hund besucht mehrmals im Leben einen Tierarzt. Dabei werden am häufigsten Routineuntersuchungen vorgenommen. Aber sobald der Hund erkrankt, werden noch ganz andere Tierarztkosten fällig:

  • Diagnostik unbekannter Symptome und Behandlung erkannter Krankheiten
  • Medikation zur Heilbehandlung
  • Operationen nach Unfällen oder aufgrund von Erkrankungen
  • Unterbringung der Hunde während eines Aufenthalts in der Hundeklinik

Zu beachten ist dabei, dass sich die Tierarztkosten im Vergleich zu Vorjahren um inzwischen 12 Prozent erhöht haben. Wer rechtzeitig eine Hundeversicherung als Krankenversicherung abschließt, bekommt Behandlungs- und sonstige Tierarztkosten im Ernstfall von den Versicherern erstattet.

Ohne eine solche Hundekrankenversicherung muss mit Kosten im dreistelligen, bei OPs und schweren Erkrankungen sogar im vierstelligen Bereich gerechnet werden. Ein Handicap hat diese Versicherungsform: Erst wenige Versicherungsgesellschaften bieten ein Versicherungspaket genau für diesen Fall an.

Noch liegt das sicherlich an der zu geringen Nachfrage durch Hundebesitzer. Doch für ein ganzes Hundeleben rechnet sich dieser kleine Versicherungsbeitrag, auch durch die Chance auf gute Behandlungsmethoden ohne Einschränkung beim Kostenfaktor.

Gegen Kostenexplosionen: Hunde-OP-Versicherung

Den sicherlich größten Kostenfaktor nehmen Operationen beim Hund ein. Niemand denkt daran, wenn der Hund vital durch den Garten tobt. Aber durch Unfälle mit anderen Hunden oder Fahrzeugen sowie durch altersbedingte schwere Erkrankungen kann oft nur eine OP lebensrettend durchgeführt werden.

Wichtig für eine günstige Hunde-OP-Versicherung ist der Abschlusszeitpunkt. Für junge, gesunde Hunde werden deutlich günstigere Tarife angeboten als für ältere Tiere.

Fazit

Eine Hundeversicherung ist als Haftpflicht-, Kranken- oder OP-Versicherung noch nicht bundesweit Pflicht. Im Sinne eines zufriedenen Miteinanders sollten diese aber wenigstens teilweise abgeschlossen werden. So sind der Hund vor Nachteilen und der Hundebesitzer vor unvorhergesehenen Kosten ein Hundeleben lang geschützt.